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Predigten

Worauf Verlass ist

Predigt von Pastorin M.Müller am Altjahrsabend, 31.12.2020

Anders Weihnachten

Predigt am 1.Weihnachtstag (25.12.2020) von Pastorin M.Müller

Einfach Weihnachten

Weihnachtspredigt von Pastorin M.Müller (Gottesdienste am Heilig Abend, 24.12.2020)

"Da fehlen einem die Worte"

Predigt zum 3.Advent von Pastorin M.Müller über Lukas 1: "Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David – wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten –, dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund, an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen. Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens."

"Das steht in den Sternen!"

Predigt im Taufgottesdienst am 2.Advent (6.12.2020) über den Taufvers aus Genesis 14: Gott spricht: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!" von Pastorin M.Müller

"Siehe, dein König kommt zu dir!"

Predigt am 1.Advent (29.11.2020) über Sacharja 9 von Pastorin M.Müller

Andacht aus dem aktuellen Gemeindebrief von Pastorin Müller

Verbunden
Drei Tage. Kein Muks. Normalerweise blinkt es grün und ab und zu klingelt es. Aber nun schon seit drei Tagen: Nichts. Kein grünes Licht. Kein Klingeln. Die Internetleitung im Gemeindebüro ist ausgefallen. Und es bleibt still: Wer versucht anzurufen, hört die Nachricht: „Der Anschluß ist vorübergehend nicht erreichbar“. Und wenn ich versuche, einen Anruf zu tätigen, ist die Leitung besetzt. Auch Emails kann ich nicht abrufen, geschweige denn senden. Der per Handy herbeigerufene Notdienst versichert, die Leitung selber sei intakt, der Fehler müsse im Router, also im Netzwerkgerät, liegen. Ein Techniker kommt und hantiert einige Stunden zwischen Wand, Schrank und Router und baut schließlich ein neues Netzgerät ein. Und dann blinkt es wieder grün. Und es klingelt auch wieder. Wir sind wieder verbunden mit dem Rest der Welt!

Ein gutes Gefühl: Miteinander verbunden zu sein. Anschluß zu haben … um mal eben jemanden anzurufen, einen Termin zu vereinbaren oder (derzeit häufiger:) einen Termin zu verschieben. Die Stimme eines Menschen zu hören (wenigsten das) und daran zu hören, ob es ihm gut geht. Oder jemandem beizustehen, der gerade schweres erlebt. Mit Emails wichtige Nachrichten empfangen oder sich zu Videochats verabreden zu können. 

In dieser Zeit, in der wir unsere Kontakte auf ein Minimum beschränken, ist mir diese Form der Kommunikation durch Anrufe oder Emails, Videochats oder Internetforen umso wichtiger geworden. Dank der Technik können wir einander hören und sehen und trotzdem dabei zu Hause bleiben, um niemanden durch einen direkten Kontakt eventuell mit dem Corona-Virus anzustecken. Dankbar bin ich für alle, die daran arbeiten, dass diese Formen der Kommunikation möglich sind, Technik-Expert*innen, Softwareprogrammier*innen, IT-Spezialisten usw. Sie sorgen dafür, dass Firmen auf dem Laufenden bleiben und Menschen auch im Homeoffice ihre Arbeit erledigen können, dass Jugendliche am Unterricht teilnehmen und den Großeltern wenigstens am Bildschirm winken können und ihr Lächeln sehen.

Wir Menschen brauchen es, verbunden zu sein, in Kontakt miteinander zu bleiben, im Austausch über aktuelle Anliegen und ganz persönliche Angelegenheiten. Kontaktbeschränkungen und „social distancing“ sind für viele eine enorme Herausforderung. „Ich weiß ja, wozu wir das machen, aber es ist schon schwer“, sagte mir ein älterer Mann, der schon seit Monaten keine Besuch im Seniorenheim erhalten kann. 

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist“, stellt Gott ganz am Anfang der Bibel fest (Gen 2). Also schafft Gott dem ersten Menschen ein Gegenüber, einen zweiten Menschen. 
So sind wir gedacht und gemacht: Füreinander, angelegt auf Du und Du, auf Vielfalt und gutes Miteinander. mich begeistert, wie viele mit ihrer Rücksichtnahme und mit viel Geduld in dieser besonderen Zeit besondere Möglichkeiten finden, für andere da zu sein.

Nun, zur Advents- und Weihnachtszeit, wird das umso mehr gebraucht. Es ist die Zeit, in der die Tage kürzer sind und es früher dunkel wird - wer allein ist, fühlt sich umso einsamer. 
Es ist aber auch die Zeit, in der wir von der Nähe unseres Gottes hören: Gott wird Mensch, um den Menschen nah zu sein. Er kommt auf die Erde, um mit uns in Verbindung zu bleiben, wird uns nahbar. Spürbar wird, wie groß seine Liebe ist. Viel größer als alles, was uns trennen könnte. Gott hat sich mit uns verbunden, in Jesus in einzigartiger Weise: Als Mensch. So nah. 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Zeit die Nähe von lieben Menschen spüren mögen. Und die Liebe unseres Gottes. Und die Möglichkeiten entdecken, für einander da zu sein, per Anruf oder email und auf noch viele andere Arten. Bis wir uns hoffentlich bald wieder in die Arme schließen können.